Schon seit jeher ist die Kryptographie eine Kunst, welche die Geschichte der Menschheit maßgeblich - wenn auch meist im Hintergrund - mitbeinflusst hat. Was früher größtenteils nur für Übermittlung geheimer Botschaften von Politik, Spionage und Militär notwendig war, wird in der heutigen Zeit schnelllebiger Informationen in allen Bereichen immer relevanter. Neben Wirtschaft und Forschung bedienen sich heute auch immer mehr Privatpersonen dieser Techniken um ihre Nachrichten sicher zu ihrem Empfänger zu bringen.
Simon Singh befasst sich nach seinem Bestseller "Fermats letzter Satz" nun in seinem zweiten Buch mit eben dieser Geschichte der geheimen Botschaften. Von alten Schriften, Codes und Chiffren, über die Verschlüsselungsmaschine Enigma der Deutschen aus dem 2. Weltkrieg bis hin zu den theoretischen Verschlüsselungsmöglichkeiten der Quantencomputer - der Autor führt den Leser auf spannende und unterhaltsame Weise durch die 2000jährige Geschichte der Kryptologie. Er beleuchtet mathematischen Hintergründe so, dass sie auch für Laien leicht verständlich und nachvollziehbar sind. Singh schafft es, den Leser durch das stetige Einbringen historischer Hintergründe und zahlreicher Beispiele von Anfang bis Ende zu fesseln. Das Buch liest sich spannender und unterhaltsamer als viele Krimis oder Romane und bleibt dabei doch immer beim Thema.
"Geheime Botschaften" ist meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre mit Suchtgefahr. Menschen, welche sich noch nicht mit Kryptographie und Verschlüsselungstechniken beschäftigt haben, werden mit diesem Buch einen leichten Zugang zu dieser Thematik finden und auch für erfahrenere Leser gibt es hier vieles Neues zu entdecken.
by markus m. deuerlein
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