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Jahresbericht 2011 |
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Ausführlicher Bericht 2011
Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff
Einleitung 1. Feste Mitarbeiter und Trägerschaft 2. Ehrenamtliche Mitarbeiter 3. Besucher 4. Kurse 5. Beratung und Information 6. Veranstaltungen 7. Formen der Öffentlichkeitsarbeit 8. Rückblick auf das Jahr 2011 9. Perspektiven 10.Schlusswort
Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff
Einleitung
Der BUNI - Kultur - und Freizeittreff wird nunmehr seit 20 Jahren auch im Jahr 2011 als offene Einrichtung im Sinne eines Gemeinwesentreffs geführt. Der Cafeteriabetrieb, als einer der vier großen inhaltlichen Bereiche, bildet gewissermaßen das Rückgrat. Ein Grossteil der hier anfallenden Arbeit wird von integrativen Gruppen ehrenamtlicher Mitarbeiter abgedeckt. Sie leisten diese Arbeit engagiert und unentgeltlich. Dies tun sie mit einem gewissen Maß an Anleitung und Betreuung, insgesamt aber mit relativ großer Selbständigkeit und mit sichtlichem Stolz, einer internen Anerkennungskultur und gesamtgesellschaftlicher Würdigung. Es bestehen für einzelne Arbeitsgruppen, z.B. für das Thekenteam Wartelisten. Die verhältnismäßig geringen Einnahmen aus dem Betrieb finanzieren das Kücheninventar, Werbematerial, diverse Einrichtungsgegenstände, Projekte, Feste und gemeinsame Ausflüge der behinderten und nichtbehinderten ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die weiteren drei wesentlichen Elemente des Freizeittreffs sind regelmäßige Kursangebote und Workshops, sowie zahlreiche Veranstaltungen.
Public - Relations, bzw. öffentliche Meinungspflege ist gerade für das Ziel der Inklusion (behinderte Menschen sind selbstverständlich überall dabei) notwendig, da sie Informationen liefert, Neugierde weckt und Vorurteile abbauen hilft. Verständnis für die Situation und Anliegen behinderter Menschen und ihrer Angehörigen ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. In unserem öffentlichen Auftreten legen wir starken Wert darauf, die positive Wirkung von behinderten Menschen auf ihr direktes und mittelbares Umfeld und letztendlich auf die ganze Gesellschaft deutlich zu machen. In diesem Zusammenhang bemühen wir uns auch, dies auf verschiedenen Ebenen darzustellen. Aus diesem Grund wählten wir unter anderem vor 21 Jahren die Abkürzung "BUNI" (Behinderte und Nichtbehinderte), die vor der Bezeichnung "Kultur- und Freizeittreff" steht, um zu verdeutlichen, dass in diesem Haus selbstverständlich sowohl Menschen mit, als auch ohne Handicap willkommen sind.
Wir stellen immer wieder fest, dass durch direkten menschlichen Kontakt ein Einstellungswandel und der Abbau von Vorurteilen gegenüber Behinderung am wahrscheinlichsten sind - wenn es nicht gar der einzige Weg ist, sich eine wahrhafte Meinung zu bilden! Es bestehen aber auch bei behinderten Menschen Ängste, Vorurteile und Fehlverhalten im Umgang mit den so genannten "Normalen", die sich nur durch konkrete Begegnungen und Erfahrungen positiv verändern können. Es ist diesbezüglich in der Alltagsarbeit immer wieder beeindruckend zu sehen, wie Besucher vorsichtig neue Erfahrungen sammeln, neue Möglichkeiten ausprobieren und schließlich ihr Verhalten durch Offenheit, Lockerheit und Selbstvertrauen gekennzeichnet ist.
1. Feste Mitarbeiter und Trägerschaft
Seit der Eröffnung 1991 ist Reinhold Stubenrauch als Leiter tätig, er wurde 1995 vom Jugendamt der Stadt Nürnberg übernommen und ist seit 2003 auch als Geschäftsführer beschäftigt. Die BUNI ist eine gemeinnützige GmbH und hat als Gesellschafter die Werkstatt für behinderte Menschen der Stadt Nürnberg und die Lebenshilfe Nürnberg. Neben seiner Funktion als Kultur- und Freizeittreff bzw. Stadtteilzentrum in Langwasser Nord für die Stadt Nürnberg erfüllt der BUNI-Treff auch die Richtlinien der Offenen Behindertenarbeit (OBA). Personal und Ausstattung werden deswegen seit 2010 auch vom Bezirk Mittelfranken und vom Freistaat Bayern maßgeblich gefördert.
Von der BUNI - GmbH werden die Sozialpädagoginnen Sabine Hafner und Martina Kraft, sowie auf der Stelle der pädagogischen Hilfskraft der Heilerziehungspfleger Fritz Rucker als Teilzeitkräfte beschäftigt. Weiterhin sind eine Hilfskraft, sowie als Auszubildende Manuela Becker, und auf der FSJ-Stelle Dominik Leitner beschäftigt.
2. Ehrenamtliche Mitarbeiter
Im letzten Jahr konnten 30 regelmäßige ehrenamtliche Mitarbeiter im BUNI erhalten bzw. gewonnen werden. Davon waren 15 Menschen ohne Behinderung und 15 durch ihre eine oder mehrere Einschränkungen besonders herausgefordert, ihren ehrenamtlichen Dienst abzuleisten. Die Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter blieb in den letzten Jahren bei geringer Fluktuation nahezu konstant. Daneben gibt es einen festen Stamm (8 Personen) aus temporär aktiven Ehrenamtlichen im BUNI, die an Großveranstaltungen mitwirken oder an bestimmten Projekten beteiligt sind, sowie zwischen 5 und 10 Personen, die von sozial engagierten Unternehmen abgestellt werden. Das umfangreiche Kurs- und Veranstaltungsangebot ist in erster Linie den ehrenamtlichen Mitarbeitern zu verdanken. Sie leisten mit ihrer unentgeltlichen Mithilfe nicht nur eine finanzielle Entlastung (Finanzierung von Inventar und Unternehmungen etc.), vor allem schaffen sie durch ihr freiwilliges Engagement zusätzliche Freiräume, die zur Organisation und Durchführung erfolgreicher Kultur- und Integrationsarbeit notwendig sind. Das tatkräftige Engagement der "Ehrenamtlichen" ist aber auch ein anschauliches Praxisbeispiel. Hier wird modellhaft vorgelebt, dass Inklusion kein theoretisches Gebilde, sondern sehr wohl alltagstauglich ist.
3. Besucher
Besucherzahlen und Besucherstruktur sind unverändert stabil und gut durchwachsen:
ca.
25 % Kinder von erwachsenen Besuchern
Da alle Generationen vertreten sind, ergeben sich unkomplizierte Konstellationen in denen sich diese Gruppen näher kommen können. Berührungspunkte zwischen Kindern/Jugendlichen und Senioren wie auch zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen ergeben sich gewissermaßen beiläufig. Der hohe Prozentsatz nicht behinderter Besucher, immerhin ca. 50% - resultiert hauptsächlich aus dem Anteil der Kinder und Jugendlichen. Hier lässt sich gut beobachten, dass Vorurteile noch nicht entstanden bzw. ausgeprägt sind und deshalb die Schwellenangst niedriger ist. Im lockeren Kontakt mit den behinderten Besuchern können Kinder und Jugendliche einen unbefangenen und natürlichen Umgang entwickeln. Auch die behinderten Besucher haben einen enormen Lernbedarf, da hier auch auffällige Defizite im angemessenen Umgang mit den Anderen (Nichtbehinderten) bestehen. Daneben treffen sich im Haus auch Menschen aus dem sozialen Umfeld unserer behinderten Stammbesucher, wie Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, Mitarbeiter des FED und Beschäftigte z.B. aus den Wohnheimen.
Durchschnittlich wurden die Veranstaltungen des BUNI - Kultur- und Freizeittreffs pro Öffnungstag im Jahr 2011 von 61 Personen besucht. Der leichte Rückgang zu 64 Personen im Jahr 2010 lässt die vielen neu hinzu gekommenen Angebote in der OBA -Nürnberg erklären.
Wie bei jedem Betrieb dieser Art schwanken die Besucherzahlen sehr stark in Abhängigkeit von Wochentag, Tageszeit und Veranstaltung. Die Besucher von Veranstaltungen, die außerhalb des Hauses durchgeführt wurden, bzw. von Veranstaltungen an denen sich das BUNI beteiligte sind nicht erfasst. Nicht erfasst wurden in der Besuchererhebung auch diejenigen Teilnehmer der Angebote, für die das BUNI Räumlichkeiten anbietet oder vermittelnd und unterstützend kooperiert (z.B. Veranstaltungen des BZ oder der WfB).
4. BUNI-Kurse und externe Anbieter
Auch außerhalb der Öffnungszeiten wird das Haus sehr stark genutzt. Es nutzen dabei zusätzlich in ca. 22 Kursen ca. 130 Personen wöchentlich das Haus. Hierbei sind das Bildungszentrum mit ihrem Fachbereich Behinderte/Nichtbehinderte sowie die Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg hervorzuheben. Damit steigt die durchschnittliche Besucherzahl um ca. 27 Personen von ca. 61 auf ca. 92 Personen pro Öffnungstag. Am Mittwoch und Freitag geben sich Kursteilnehmer außerhalb der Öffnungszeiten mit unseren Gästen der Cafetrria regelrecht die Klinke in die Hand. Die Einrichtung wird so von früh bis spät und auch am Wochenende genutzt.
Während der Öffnungszeiten im öffentlichen Betrieb des BUNIs werden neben den anderen Angeboten regelmäßig ein Selbstverteidigungskurs für Erwachsene, ein Selbstverteidigungskurs für Kinder, ein Percussionkurs, ein Kickerkurs, ein Theaterkurs, Rechnen mit Geld, Bauchtanz, Töpfern und diverse Workshops angeboten. Diese sind nahezu kostenlos und besitzen einen sehr offenen Charakter (das heißt: Teilnahme auch spontan möglich!). Parallel läuft dazu natürlich der Cafeteriabetrieb, im Sommer auch mit Gartenbereich.
5. Beratung und Information
Beratung und psychosoziale Unterstützung im BUNI Kultur- und
Freizeittreff zeichnet sich aus durch den freien, unbürokratischen
Zugang für Hilfesuchende. Fast alle Beratungen finden in der Einrichtung
statt. Die Konzeption des Kultur- und Freizeittreffs sieht keine
aufsuchende Arbeit vor. Nur in dringenden Fällen werden Klient/innen zu
anderen Beratungsstellen etc. begleitet. Durch den offenen,
ungezwungenen Charakter in der Einrichtung und durch gemeinsame
Aktivitäten entstehen zwischen Fachpersonal und Besucher/innen häufig
Situationen, die zu vertraulichen Gesprächen führen. Der Übergang vom
gelegentlichen Ratschlag zur Beratung ist dabei fließend.
Die Beratungen basieren auf einer wertschätzenden Grundhaltung und sind
lösungsorientiert. Vorhandene Fähigkeiten und Potentiale der Klienten
werden gestärkt und zukunfts- und zielorientiert eingesetzt.
6. Veranstaltungen
Folgenden Veranstaltungen fanden 2011 direkt im BUNI oder mit dessen Beteiligung statt:
· 30 Konzerte, 25 eintägige Workshops (im Bereich Sport und kreatives Gestalten), 11 Treffen der Elterngruppe von Kindern mit Down Syndrom, 8 Turniere, 5 Vortragsveranstaltungen, 4 Discos, 3 Theateraufführungen, 3 Vernissagen, drei Programmtage "Tag Offenen Tür" im Rahmen der Stadtveranstaltung, 2 Programmkinos, 2 Basare, 2 Verbands-Gürtelprüfungen Jiu-Jitsu, 2 Kanufreizeiten, 1 Karaokeabend, 1 Fußballzeltlager, 1 zweitägige Freizeit mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern und 1 Fest für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, 1 Tagesausflug mit den Ehrenamtlichen, 1 Frühjahrsputz, 1 Kinderliteraturnachmittag, 1 Kindergeburtstag, 1 Infonachmittag für Interessenten an Wohngruppen, 1 bunter Abend
Zusammen 109 Veranstaltungen.
zusätzliche weitere neun Großveranstaltungen in- und außerhalb des BUNI- Kultur- und Freizeittreffs mit maßgeblicher Beteiligung:
Rock im BUNI – großes Open Air mit fünf Bands auf großer Bühne, Rahmenprogramm, BUNI - WfB Sommerfest, 50 jähriges Jubiläum der Lebenshilfe im Historischen Rathaussaal, Stadtfest der Lebenshilfe und Bühnenmoderation, 20-jähriges BUNI - Jubiläum mit großer Bühne auf dem Jakobsplatz, Messestände am Sozialmarkt im Frankenzentrum und an der Ehrenamtlichenmesse der Stadt im Rahmen der Inviva, Bühnenprogramm im Rahmen des Afrikafestivals, Bühnenprogramm im Rahmen des internationalen integrativen Fußballturniers in Ulm
Es wurden 2011 bei 159 Öffnungstagen also insgesamt 118 (z. T. mehrtägige) Veranstaltungen parallel zum Kurs- und Cafeteriabetrieb durchgeführt!
Während acht fortlaufende Kurse und der Cafeteriabetrieb mit seinem niedrigen Preisniveau dazu dienen das Publikum an das Haus zu binden, haben die zahlreichen kulturellen und sportlichen Workshops, sowie die Veranstaltungen den Zweck, Erstbesuchern die Schwellenangst zu nehmen. Gleichzeitig sind diese Events ein günstiges Forum für die Öffentlichkeitsarbeit.
Daneben findet innerhalb der Öffnungszeiten durchgängig der Cafeteriabetrieb der ehrenamtlichen Mitarbeiter statt, mit seiner breiten und qualitativ guten Bandbreite an Getränken und Nahrungsmitteln der zentrale Arbeitsbereich. Wobei es auch hier immer wieder zu gemeinsamen spontanen Aktionen und Aktivitäten kommt. Allerdings ist das dann eher "Zufall" und nicht als Veranstaltung angesetzt. Hier steht die Arbeit an der Theke, zufällige Konstellationen, das Zusammensein und die spontane Begegnung der Gäste im Vordergrund.
7. Formen der Öffentlichkeitsarbeit
Die BUNI - Website: www.bunitreff.de
Im Jahr 2000 verwirklichte eine, gemischt besetzte, Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der ausschließlich ehrenamtlich tätigen "Web.Art - Gruppe" eine Internetseite für unsere Einrichtung. Natürlich ist sie nach wie vor eine deutliche Bereicherung unserer Öffentlichkeitsarbeit, da sie eine Wegbeschreibung und einen guten Eindruck in die Konzeption unserer Arbeit vermittelt. Dies steht den Interessierten sogleich auch schwarz auf weiß zur Verfügung und erspart uns das bisherige Verschicken der Jahresberichte und Konzeptionspapiere.
Die BUNI- Website wird beständig aktualisiert und fortgeschrieben. So ist dort das aktuelle Veranstaltungs- und Kursprogramm immer auf dem neuesten Stand. Auch die BUNI-CD ist auf der Seite zu hören, und kann während des "Durchblätterns" den Eindruck vertiefen. Empfohlener Anspieltitel ist Lied Nr. 6 "Ich kann lieben".
BUNI - Internetcafe
Eine Flatrate erlaubt unseren "Usern" das kostenlose Internetsurfen in der Cafeteria. Unser Personal gibt jedem unerfahrenem Gast auf Nachfrage die fachgerechte Anleitung, um selbst einmal im Netz surfen zu können. Dieses Angebot unserer Einrichtung wird gerne genutzt und unsere interessierten Besucher mit Behinderung sind über einen wesentlichen Trend unserer Zeit informiert.
Monatsprogramme
Diese werden an WfBs, Wohnheime, den städtischen Verteiler und Haushalte in der Umgebung sowie seit Ende 2005 durch eigene Hand in weiteren 40 vielbesuchten Lokalen und Einrichtungen der Stadt verteilt. Erfreulicherweise konnten im Sommer 2009 zwei Sponsoren gewonnen werden, die der Einrichtung für ein Jahr das kostenlose Layout des Monatsprogramms ermöglichen.
Flyer
Herausragende Veranstaltungen werden, wie allgemein üblich, auch mit Flyern extra beworben.
Plakate
Alle Einrichtungen der Lebenshilfe und der WfB erhalten für die BUNI - Veranstaltungen extra Plakate.
Veranstaltungen
In 2011 organisierte der BUNI Kultur- und Freizeittreff 118 Veranstaltungen (nicht erwähnt die regelmäßig stattfindenden Kurse), und beteiligte sich organisatorisch oder/und inhaltlich an acht Großveranstaltungen. Es wirbt unter anderem mit "jeden Freitag Livemusik".
Blind Date mit Stubenrauch und Inprizip
Armin Nembach sowie Reinhold und Klara-Annabell Stubenrauch treten bei ihren musikalischen Auftritten immer wieder für die Einrichtung auf und zeigen, dass trotz starker Einschränkungen Höchstleistungen erzielt werden können. Modellhaft wird vorgelebt und berichtet, wie ein freundschaftliches Verhältnis zu einem behinderten Menschen für alle Beteiligten von Vorteil sein kann.
Jiu-Jitsu-Aufführungen
Die Kinder und die Erwachsenen des von Fritz Rucker geleiteten Jiu-Jitsu-Kurses engagieren sich immer wieder im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit mit der Vorführung ihres Könnens bei größeren Veranstaltungen und auch außerhalb des Hauses. Das Erreichen des schwarzen Gürtel durch sein unermüdliches Training und die Ausbildung im BUNI eines schwerbehinderten Kursteilnehmers ging durch die Fachzeitschriften.
Verschiedene Werbeträger
Es steht die Rucksackspende der Firma „Friedrich Lederwaren“ mit dem BUNI -Logo zum Verkauf. Zudem ist die Nachfrage nach T-Shirts und Sweat-shirt mit dem Logo sehr hoch. Genauso, wie nach den sogenannten Rock-im-BUNI Shirts, die jedes Jahr aufs Neue mit Airbrush -Technik in der Einrichtung gestaltet werden. Daneben gibt es Kulis, Feuerzeuge, Mützen und Aufkleber.
Die BUNI-CD
Diese ist ein zusätzlicher Werbeträger im Verkaufssortiment, dessen Verkauf über die Zeit stark nachgelassen hat, die aber auch weiterhin Resonanz findet und als integratives Projekt dauerhaft für sich selbst spricht. ( www.bunitreff.de BUNI-CD anklicken und anhören).
Medien allgemein
Berichterstattungen, Informationen und Veranstaltungsankündigungen über den BUNI - Kultur- und Freizeittreff im eigenen Monatsprogramm, bei Radio Z, in den Veranstaltungsblättern und Tageszeitungen der Stadt, in Mitgliederbriefen und Versammlungen, im Langwasserkurier, in Berichten und Broschüren der WfB Nürnberg, sowie im Film der Lebenshilfe und im Nürnberger Lebenshilfe Magazin. In unregelmäßigen Abständen werden immer wieder Artikel und Veranstaltungshinweise in den Zeitungen veröffentlicht.
Onlinewerbung
Das Gleiche gilt für diverse Online-Veranstaltungskalender wie Frankentipps oder Kubis. Per E-Mail wird monatlich ein Newsletter-Programm verschickt. Bei Interesse bitte eine Mail bitte bunitreff@yahoo.de schicken.
Radiosendungen und Interviews
In 2011 gab es wieder mehrere Interviews bei "Rockin' Radio" und "Radio Z". Die gute Kooperation mit der Radioredaktion von „Radio Handicap“ zeigt sich auch daran, dass sie ihr zehnjähriges Bestehen in der Einrichtung feierten.
8. Rückblick auf das Jahr 2011
Erfreulicherweise konnten in 2011 die Sponsoren für die Gestaltung und den Vierfarbdruck des postkartengroßen Monatsprogramms, die Marketingfirma „Die Zwei“ trotz hohen Arbeitsaufkommens erhalten werden. Die Nürnberger Familie Badelt, um Max Badelt, einem ehrenamtlichen Mitarbeiter, spendete, statt Grabschmuck dem BUNI - Treff. Die Bank InGDiBa spendete wieder Musikalien im Wert von 1000,- €. Weiterhin sind die Hypovereins-Bank für die Vermittlung von einem Kursleiter und als Kickerturnierpartner aktiv im BUNI dabei gewesen und das Musikhaus Klier und Musikhaus Thoman waren wieder für das Sponsoring der www.Rock-im-BUNI.de Plakate zu nennen.
Seit dem Jahr 2010 und auch im letzten wie in diesem Jahr fließen in maßgeblicher Höhe Fördergelder vom Bezirk und vom Freistaat. Dies hat zu einem erheblichen Wandel in der ganzen offenen Behindertenarbeit Nürnbergs geführt. Es wurden viele neue Stellen und Einrichtungen geschaffen, neu eingerichtet und ausgestattet. Diese kamen zusammen und vernetzten sich, es wurden Kooperationen geschaffen und so Spezialisierungen möglich. Nürnberg ist nun flächendeckend mit Anlaufpunkten für Menschen mit Handicap bestückt, die so mehr Anteil an der Gesellschaft finden können. Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff bleibt dabei weiter seiner Angebotsvielfalt an alle Menschen im Stadtteil, wie auch für ganz Nürnberg treu.
Kennzeichnend für das zurückliegende Jahr waren sicher die beiden Jubiläen, zum einen das der Lebenshilfe (50), als einem der beiden großen Träger des BUNIs und andererseits das des BUNIs (20) selbst. Diese wurden mit drei großen und vielen kleinen Veranstaltungen bedacht und gefeiert.
Wieder einmal konnten bei dieser Gelegenheit unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter, von denen nun schon viele Jubilare sind, geehrt werden. Der enorme Output bei den vergleichsweise niedrigen Investitionen ist nach wie vor unverändert hoch (siehe Veranstaltungen, Besucherzahlen etc.) und lässt sich nur durch das hohe Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter, von Künstlern, Kollegen und vor allem den verantwortlichen Entscheidungsträgern in der Lebenshilfe, der Werkstatt für Behinderte der Stadt, und dem Stadtrat der Stadt Nürnberg selbst erklären.
Dennoch müssen gesamtgesellschaftlich gesehen weitere Anstrengungen erbracht werden, um Menschen mit Handicap mit sogenannten "Nichtbehinderten" zusammen zu führen. Um den Menschen das typisch menschliche - die Menschlichkeit - nahe zu bringen. Hierbei leisten "behinderte" Menschen einen unschätzbaren Dienst. Wir sollten nicht vergessen, Behinderungen warten spätestens im Alter auf fast jeden von uns.
9. Perspektiven
Das Konzept der Einrichtung hat sich bewährt und wird fortgeschrieben, soweit dies nötig erscheint. Der BUNI - Kultur- und Freizeittreff liefert eine Programmvielfalt und ein Angebot, dass sich mit den anderen Kulturläden der Stadt Nürnberg messen lassen darf. Trotz der Widrigkeiten, die sich aus der Lage (die Adresse entspricht nicht dem Eingang), dem alkoholfreien Ausschank, und aus der nicht vorurteilsfreien Sichtweise vieler Menschen ergeben, wird die Einrichtung vom Publikum dennoch gut angenommen. Das hat direkt mit dem hohen Engagement vor allem auch der ehrenamtlichen Mitarbeiter zu tun. Gerade auch in Zusammenarbeit und Kooperationen mit anderen sozialen Einrichtungen und Strukturen, wie der OBA der Lebenshilfe und der WfB, dem ASD, dem Stadtteilforum Langwasser, der Integrationsrunde Nürnberg, dem BZ- Fachbereich Behinderte - Nichtbehinderte, den AK Jugendarbeit, dem Bündnis Familie, dem Zentrum Aktiver Bürger, und natürlichen den Trägern unserer Einrichtung, nämlich der Lebenshilfe Nürnberg, der Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg sowie indirekt mit dem Jugendamt der Stadt Nürnberg, ist fühlbar vorhanden und wird weiterhin gepflegt.
Allgemeine Preissteigerungen vor allem im Energiesektor und höhere Ausgaben bei den Personalkosten halten sich im üblichen Rahmen und werden als solche leider als unvermeidbar wahrgenommen. Aber auch immer mehr nutzungs- und altersbedingte Reparaturen führen zu einem Anstieg der Ausgaben. Dennoch bestehen für die Einrichtung keine unmittelbaren Überlebensängste. Die offenkundige Notwendigkeit der getanen Arbeit zeigt sich unter anderem daran, dass erstmals ab 2010 die OBA in Bayern und damit auch der BUNI - Kultur- und Freizeittreff als „Traditionsbetrieb“ durch den Freistaat und den Bezirk bei Personal- und Sachkosten deutlich gefördert werden. Auch bei den Gesellschaftern, Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg und Lebenshilfe Nürnberg unserer gemeinnützigen GmbH, besteht weiterhin ein einhelliges Interesse, die Einrichtung weiter zu finanzieren. Herzlichen Dank dafür im Namen aller Beteiligten.
10. Schlusswort
Werden auch Sie unser Gast und überzeugen Sie sich selbst! Nutzen sie dabei die vielen Vorteile, die unser Haus zu bieten hat. Ein Besuch unserer Einrichtung darf nicht nur, er soll in ihrem eigenen Interesse stehen. Mitleid und Samaritertum sind hier nicht gefragt. Menschen mit Behinderung schenken selbstlos positive Energie. Natürlich freuen sie sich über den selbstverständlichen Kontakt mit ihrer Umwelt und so können auch sie Freude schenken, ohne viel tun zu müssen. Die niedrigen Preise und die angenehme Atmosphäre, das reichhaltige Angebot in den Bereichen Cafeteria, Spielhalle, Töpferei, Werkstatt und Bühne, sind aber Gründe genug, das Haus zu finden. Es sind vielschichtige und hochwertige, zum Teil sogar kostenlose Angebote in Spaß, Sport, Bildung, Musik und Kultur, die sie erwarten. Wer über genügend Mittel verfügt und die integrative Idee bzw. die Einrichtung unterstützen möchte, darf natürlich dem BUNI - Kultur- und Freizeittreff Manpower, Geld oder Sachspenden zukommen lassen. Das Haus lebt ja von einer humanen Gesellschaft, von Menschen, die sich engagieren, die anderen und auch sich selbst helfen. Und so wird manch ausufernder Maßstab des Marktes auf den Platz verwiesen, der ihm zusteht. Machen sie den Menschen zum Mittelpunkt.
Wir freuen uns auf ihren Besuch.
Das BUNI-Team |
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