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Versuch einer revolutionären Dialektik
"Wahrnehmung und Kommunikation sind Ereignisse, die erst durch Gestalt, d.h. geformt an Bedeutung gewinnen. Deshalb müssen gerade in einer medial vermittelten Wirklichkeit Wahrnehmung und Kommunikation bewußt gestaltet werden. Erkenntnis wird so zu einer Frage der Organisation von Information. In der Werbung ist dies – ebenso wie im Alltag - selbstverständlich. Trotzdem oder gerade deswegen wird es auch in sachlichen Kontexten zunehmend wichtig, sich zielgerichtet, mithin strategisch und visionär, zu verhalten.
Information muß unter diesen Bedingungen in mehreren Dimensionen zugleich gestaltet werden: Vertikal zwischen Sachverhalt und Intention als Text (die erkenntnistheoretische Disziplin). Horizontal zwischen Sender und Empfänger als Konzept (die pragmatische und damit auch ethische Disziplin). Räumlich zwischen strategischem Kalkül und Metamorphose als Profil (die ästhetische Disziplin).
Jede dieser Dimensionen hat ihre eigene Berechtigung, ist aber auch untrennbar mit den anderen verknüpft. Diese mehrdimensionale Verstrickung einander austauschender Wesen könnte man im Rahmen ihrer kommunikativen Beziehung auch "ganzheitlich" nennen, wäre dieser Begriff nicht so gähnend leer. Behandeln wir also die kommunikative Angelegenheit stattdessen ruhig einmal "engagiert" und bereichern sie mit wohlüberlegtem, aber nicht zu zögerlichem Tun." |